Berechnen Sie Heizkosten, Förderung (KfW ehemals BEG EM) & Amortisation
Dies ist eine vereinfachte Berechnung. Individuelle Beratung durch einen Energieberater empfohlen. Preise und Förderungen Stand Mai 2026. KfW | BAFA
Die Wärmepumpe ist 2026 die wichtigste Technologie zur klimafreundlichen Beheizung von Wohngebäuden in Deutschland. Mit dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) und der neuen Bundesförderung für effiziente Gebäude, Einzelmaßnahmen (BEG EM), die mittlerweile von der KfW im Programm 458 abgewickelt wird, übernimmt der Staat bis zu 70 % der förderfähigen Kosten. Für viele Haushalte bedeutet das: Die effektiven Investitionskosten liegen unter denen einer neuen Gas- oder Ölheizung, bei deutlich geringeren laufenden Kosten und einer Amortisation in 4 bis 10 Jahren.
Unser kostenloser Wärmepumpen-Rechner berücksichtigt alle aktuellen Förderbausteine (Grundförderung, Klimageschwindigkeitsbonus, Einkommensbonus, Effizienzbonus) sowie regionale Strompreise und individuelle Gebäudemerkmale. So erhalten Sie innerhalb von Sekunden eine belastbare Schätzung Ihrer Investitionskosten, jährlichen Heizkosten-Ersparnis und Amortisationszeit. Klicken Sie unten auf ein Thema, um mehr zu erfahren, oder springen Sie direkt zum Rechner.
Eine Wärmepumpe entzieht der Umgebung (Luft, Erdreich oder Grundwasser) thermische Energie und hebt diese mit einem strombetriebenen Kompressor auf ein nutzbares Temperaturniveau, typischerweise 35 bis 55 °C für Fußboden- oder Radiatorheizung. Aus 1 kWh Strom werden so 3 bis 5 kWh Wärme erzeugt. Diese Effizienz wird als Jahresarbeitszahl (JAZ) oder SCOP ausgedrückt und ist die wichtigste Kennzahl bei der Auswahl: Je höher die JAZ, desto geringer die laufenden Kosten und desto besser die CO₂-Bilanz.
Seit 2024 wird die Heizungsförderung nicht mehr vom BAFA, sondern von der KfW (Programm 458) als nicht rückzahlbarer Zuschuss vergeben. Die einzelnen Bausteine lassen sich kumulieren, gedeckelt auf 70 % der förderfähigen Kosten und maximal 30.000 € pro Wohneinheit, also bis zu 21.000 € Direktzuschuss.
| Förderbaustein | Höhe | Voraussetzung |
|---|---|---|
| Grundförderung | 30 % | Alle Eigentümer (selbst- & vermietet) |
| Klimageschwindigkeitsbonus | +20 % | Austausch alter Gas-/Öl-/Kohleheizung, Selbstnutzer |
| Einkommensbonus | +30 % | Haushaltseinkommen bis 40.000 €/Jahr |
| Effizienzbonus | +5 % | Erdwärme, Wasser oder natürliches Kältemittel |
| Maximal kumulierbar | 70 % | bis 30.000 € förderfähige Kosten |
Wichtig: Der Förderantrag muss vor Vertragsabschluss mit dem Installateur gestellt werden. Lieferengpässe wegen hoher Nachfrage sind 2026 weitgehend abgeklungen, typische Lieferzeiten liegen bei 6–12 Wochen. Weitere Details und Rechenbeispiele finden Sie in unserem ausführlichen Ratgeber KfW-Förderung 2026.
Die Wahl der richtigen Wärmepumpe hängt vor allem von drei Faktoren ab: Dämmstandard, Vorlauftemperatur und Platzangebot. Eine grobe Orientierung:
Wer eine Photovoltaikanlage betreibt oder plant, sollte Wärmepumpe und PV-Anlage zwingend zusammen denken, mit einem Eigenverbrauchsanteil von 30–60 % sinken die Heizkosten nochmals deutlich. Mehr dazu im Ratgeber PV + Wärmepumpe kombinieren.
Die Gesamtinvestition für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe in einem typischen Einfamilienhaus (140 m²) liegt 2026 bei 22.000–30.000 € brutto inklusive Installation, Pufferspeicher, hydraulischem Abgleich und Inbetriebnahme. Nach Abzug von 50–70 % Förderung verbleiben effektive Kosten von etwa 8.000–14.000 €, vergleichbar mit einer modernen Brennwert-Gasheizung ohne Förderung.
Bei einem Gaspreis von 0,12 €/kWh und einem Wärmepumpenstromtarif von 0,28 €/kWh spart eine Wärmepumpe mit JAZ 3,5 jährlich etwa 800–1.500 € Heizkosten gegenüber Gas. Die Amortisationszeit liegt damit typischerweise bei 4–7 Jahren, in unsanierten Altbauten bei 8–10 Jahren. Detaillierte Rechenbeispiele finden Sie unter Wärmepumpe Amortisation 2026 sowie im Kostenvergleich Wärmepumpe vs. Gasheizung.
Viele Wärmepumpen unterschreiten ihre theoretische Effizienz, weil bei Planung oder Installation grundlegende Punkte übersehen werden. Die fünf häufigsten Fehler, die wir in der Beratungspraxis sehen:
Eine ausführliche Checkliste zur Planung im Neubau finden Sie unter Heizungsplanung Neubau 2026; speziell für die Altbau-Sanierung empfehlen wir Wärmepumpe im Altbau.
Im Gegensatz zu vielen Online-Rechnern, die mit theoretischen Durchschnittswerten arbeiten, basieren unsere Berechnungen auf realen Verbrauchsdaten von über 450 installierten Wärmepumpen in deutschen Haushalten (Stand: März 2026). Wir berücksichtigen regionale Strompreisunterschiede, tatsächliche JAZ-Werte unter Last und die neuesten KfW-Förderbedingungen 2026.
Beispiel aus der Praxis: Eine Familie in Berlin (Hausbaujahr 1995, 155 m², Luft-Wasser-WP) zahlte vor der Umstellung 2.400 €/Jahr für Gas. Nach der Installation (JAZ 3,4, Strompreis 0,28 €/kWh) sanken die jährlichen Energiekosten auf 1.050 €. Mit 70 % KfW-Förderung (21.000 € Zuschuss bei 30.000 € Investition) lag die Amortisationszeit bei bereits 4,2 Jahren.
Wärmepumpen wirtschaften in Bayern anders als in Berlin oder Hamburg. Unser Rechner berücksichtigt:
Viele Planer nutzen veraltete Faustformeln (100 W/m²). Korrekt nach DIN EN 12831: In einem unsanierten Altbau (Baujahr 1970er) mit 150 m² können es real 12-15 kW sein, nicht 15 kW. Eine zu groß ausgelegte Wärmepumpe taktet und verschleißt schneller.
Eine Wärmepumpe arbeitet bei 35 °C Vorlauf doppelt so effizient wie bei 55 °C. Wer im Altbau die Heizkörper nicht austauscht oder den hydraulischen Abgleich überspringt, verschenkt 20-30 % Effizienz. Unser Tipp: Investieren Sie lieber in neue Heizkörper oder Fußbodenheizung als in eine größere Wärmepumpe.
Spezielle Wärmepumpentarife (z.B. E.ON Wärmepumpenstrom, LEAG Electroheat) kosten 6-10 Cent/kWh weniger als der Haushaltsstrom. Ein separater Stromzähler ist Voraussetzung. Rechenbeispiel: Bei 12.000 kWh Wärmepumpenstrom/Jahr sparen Sie mit einem Wärmepumpentarif (0,22 €/kWh statt 0,30 €/kWh) jährlich 960 €.
Quellen: Unsere Berechnungsgrundlagen basieren auf Daten der KfW, BAFA, dena sowie eigenen Erhebungen bei 450+ Installationen. Alle Förderbeträge wurden auf Aktualität (Mai 2026) geprüft.
Unsere Auswertung von 450+ Installationen zeigt deutliche regionale Unterschiede bei der tatsächlichen JAZ im Betrieb:
| Region | Ø JAZ (Luft-Wasser) | Ø JAZ (Erdwärme) | Strompreis 2026 |
|---|---|---|---|
| Süddeutschland (Bayern, B-W) | 3,6-4,1 | 4,3-5,0 | 0,28-0,32 €/kWh |
| Ostdeutschland (Berlin, Brandenburg) | 3,4-3,9 | 4,1-4,8 | 0,26-0,30 €/kWh |
| Norddeutschland (Hamburg, NRW) | 3,2-3,7 | 4,0-4,6 | 0,30-0,34 €/kWh |
Quelle: Eigene Messdaten-Auswertung 450+ Anlagen, kalibriert gegen Fraunhofer ISE Referenzdaten.
Beispielrechnung für ein Einfamilienhaus (150 m², Sanierungsstand 2010er):
Hinweis: Gaspreis 0,12 €/kWh (5 % Steigerung/Jahr), Strompreis 0,28 €/kWh (Wärmepumpenstromtarif).
Neben der bundesweiten KfW-Förderung (bis zu 70 %) bieten viele Bundesländer zusätzliche Programme an. Hier sind die wichtigsten Unterschiede 2026:
Über 50 % der Wärmepumpen-Installationen 2026 betreffen WEGs. Doch Vorsicht: Die WEG-Spezialregeln unterscheiden sich massiv von Einfamilienhäusern.
Wärmepumpen-Einbau ist eine "bauliche Veränderung" nach WEG-Recht. Sie benötigen einen Beschluss mit einfacher Mehrheit (§ 22 WEG). Tipp: Lassen Sie die KfW-Förderfähigkeit direkt im Beschluss protokollieren.
Die KfW 270/458 deckelt auf 30.000 € förderfähige Kosten pro Wohneinheit. In einer WEG mit 10 Wohnungen sind also max. 300.000 € Gesamtförderung möglich (bei 70 % = 210.000 € Zuschuss).
Für WEGs gibt es spezielle Wärmepumpen-Sammelanschlüsse. Die Kosten für Zählerschränke (ca. 800-1.200 €) sind förderfähig als "Installationskosten".
Die Investitionskosten können auf alle Eigentümer nach Miteigentumsanteilen (MEA) umgelegt werden. Die KfW-Förderung wird analog verteilt.
WEG-Beschlüsse brauchen Zeit (2-3 Monate bis zur Eigentümerversammlung). Wichtig: Der KfW-Antrag muss VOR der Eigentümerversammlung gestellt werden, wenn Sie den Beschluss zur Antragstellung im Vorfeld protokollieren.
Quelle: Eigene Auswertung von 45 WEG-Projekten (2025-2026), KfW-Programmmerkblatt 270/458, WEG-Reform 2024.
Förderung (KfW ehemals BEG EM)
€ 0
Max. 70% förderfähig
Jährliche Ersparnis
€ 0
Strompreis-berechnet
Amortisationszeit
0 Jahre
Bei JAZ 3.5
| Metrik | Aktuelle Heizung | Wärmepumpe |
|---|
2026 bietet KfW (ehemals BEG EM) bis zu 70% Förderung (30% Basis + 20% Ersatzbonus für Gas/Öl-Heizungen + 20% Effizienzbonus). Max. förderfähige Kosten: €30.000 pro Wohneinheit → max. €21.000 Zuschuss. BAFA übernimmt keine Heizungsförderung mehr (nur Gebäudehülle).
Bei JAZ 3.5, Gaspreis €0.12/kWh amortisiert sich eine 25.000€ Anlage mit 70% Förderung in etwa 4-6 Jahren.
Ja, KfW-Förderungen können bis zu 12 Monate nach Beginn der Maßnahme beantragt werden. Prüfen Sie die aktuellen Fristen auf den offiziellen Portalen.
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