Wärmepumpe Rechner 2026

Berechnen Sie Heizkosten, Förderung (KfW ehemals BEG EM) & Amortisation

Vereinfachte Berechnung, keine Energieberatung. KfW-Bedingungen Stand 21.07.2026, Energiepreise Stand Oktober 2026. Quellen unter dem Ergebnis und auf der Seite Über uns.

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Alle Angaben bleiben in Ihrem Browser. Gerechnet wird mit den KfW-Bedingungen seit 21.07.2026 und Durchschnittspreisen 2026 (BDEW, Verivox, DEPI, esyoil). Jeden Vorschlagswert können Sie überschreiben.

Aus der letzten Abrechnung. Heizöl: Liter × 10. Pellets: kg × 4,9.

Vorbelegt mit Durchschnitt 2026: Gas 11,9 ct (BDEW), Heizöl 17 ct (esyoil 10/2026), Pellets 9,3 ct (DEPI 09/2026), Fernwärme 16 ct (AGFW), Heizstrom 30 ct (Annahme).

Nur für die Einordnung Ihres Verbrauchs je m².

Setzt die JAZ auf den Feldmesswert des Fraunhofer ISE (Luft-Wasser Ø 3,4; Erdwärme Ø 4,1).

Im Feld gemessen: 2,6 bis 5,4 (Fraunhofer ISE, 77 Anlagen). Für die KfW-Förderung gilt die Effizienzanforderung des Herstellers, nicht die JAZ.

Wärmepumpentarif mit eigenem Zähler Ø 24 ct (Verbraucherzentrale NRW, 02/2026; Neukunden laut Verivox ab 20,7 ct). Ohne eigenen Zähler gilt Haushaltsstrom, Ø 37 ct (BDEW 2026).

Gerät, Einbau, Speicher, hydraulischer Abgleich. Förderfähig sind höchstens 28.000 € (erste Wohneinheit).

Wärmepumpe 2026: Kosten, Förderung und Amortisation auf einen Blick

Die Wärmepumpe ist 2026 die wichtigste Technologie zur klimafreundlichen Beheizung von Wohngebäuden in Deutschland. Mit dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) und der neuen Bundesförderung für effiziente Gebäude, Einzelmaßnahmen (BEG EM), die mittlerweile von der KfW im Programm 458 abgewickelt wird, übernimmt der Staat bis zu 70 % der förderfähigen Kosten (80 % bei niedrigem Einkommen). Für viele Haushalte bedeutet das: Die effektiven Investitionskosten liegen unter denen einer neuen Gas- oder Ölheizung, bei deutlich geringeren laufenden Kosten und einer Amortisation in 4 bis 10 Jahren.

Unser kostenloser Wärmepumpen-Rechner berücksichtigt alle aktuellen Förderbausteine (Grundförderung, Klimageschwindigkeitsbonus, Einkommensbonus mit Familienzuschlag) sowie die Energiepreise 2026 (BDEW, Verivox, DEPI) und den Nutzungsgrad Ihrer alten Heizung. So erhalten Sie innerhalb von Sekunden eine belastbare Schätzung Ihrer Investitionskosten, jährlichen Heizkosten-Ersparnis und Amortisationszeit. Klicken Sie unten auf ein Thema, um mehr zu erfahren, oder springen Sie direkt zum Rechner.

1. Wie funktioniert eine Wärmepumpe? +

Eine Wärmepumpe entzieht der Umgebung (Luft, Erdreich oder Grundwasser) thermische Energie und hebt diese mit einem strombetriebenen Kompressor auf ein nutzbares Temperaturniveau, typischerweise 35 bis 55 °C für Fußboden- oder Radiatorheizung. Aus 1 kWh Strom werden so 3 bis 5 kWh Wärme erzeugt. Diese Effizienz wird als Jahresarbeitszahl (JAZ) oder SCOP ausgedrückt und ist die wichtigste Kennzahl bei der Auswahl: Je höher die JAZ, desto geringer die laufenden Kosten und desto besser die CO₂-Bilanz.

  • Luft-Wasser-Wärmepumpe: JAZ 3,0–4,0. Günstigste Investition (15.000–28.000 €), einfach nachrüstbar, am häufigsten in Bestandsgebäuden.
  • Sole-Wasser-/Erdwärmepumpe: JAZ 4,0–5,0. Höhere Effizienz, aber Erdbohrung oder Flächenkollektor nötig, Investition 25.000–40.000 €.
  • Wasser-Wasser-Wärmepumpe: JAZ 4,5–5,5. Höchste Effizienz, aber Grundwassernutzung und behördliche Genehmigung erforderlich.
  • Hybrid-Wärmepumpe: Kombination mit bestehender Gas- oder Ölheizung, sinnvoll im unsanierten Altbau als Übergangslösung.
2. Förderung 2026: Bis zu 80 % Zuschuss von der KfW +

Seit 2024 wird die Heizungsförderung nicht mehr vom BAFA, sondern von der KfW (Programm 458) als nicht rückzahlbarer Zuschuss vergeben. Die einzelnen Bausteine lassen sich kumulieren, gedeckelt auf 70 % der förderfähigen Kosten (80 % mit dem höchsten Einkommensbonus) und maximal 28.000 € je erster Wohneinheit, also bis zu 22.400 € Direktzuschuss.

Förderbaustein Höhe Voraussetzung
Grundförderung30 %Alle Eigentümer (selbst- & vermietet)
Klimageschwindigkeitsbonus+16 %Selbstnutzer; Öl-, Kohle-, Nachtspeicher- oder Gasetagenheizung (jedes Alter) oder Gas-/Biomasseheizung ab 20 Jahren; sinkt ab 01.02.2027 halbjährlich um 4 Punkte
Einkommensbonus+10 bis +40 %Selbstnutzer: 40 % bis 30.000 €, 30 % bis 40.000 €, 10 % bis 50.000 € zu versteuerndes Haushaltseinkommen
Familienzuschlag+10.000 € EinkommensgrenzeJe Haushalt mit mindestens einem minderjährigen Kind. Der frühere Effizienzbonus (5 %) ist seit 21.07.2026 entfallen.
Maximal kumulierbar70 % / 80 %Deckel 70 %, mit dem 40-%-Einkommensbonus 80 %. Förderfähig max. 28.000 € (erste Wohneinheit), also max. 22.400 € Zuschuss

Wichtig: Der Förderantrag muss vor Vertragsabschluss mit dem Installateur gestellt werden. Lieferengpässe wegen hoher Nachfrage sind 2026 weitgehend abgeklungen, typische Lieferzeiten liegen bei 6–12 Wochen. Weitere Details und Rechenbeispiele finden Sie in unserem ausführlichen Ratgeber KfW-Förderung 2026.

3. Welche Wärmepumpe passt zu welchem Haus? +

Die Wahl der richtigen Wärmepumpe hängt vor allem von drei Faktoren ab: Dämmstandard, Vorlauftemperatur und Platzangebot. Eine grobe Orientierung:

  • Neubau (KfW-55 / KfW-40): Luft-Wasser oder Erdwärme, beide erreichen mit Flächenheizung sehr gute JAZ-Werte.
  • Sanierter Altbau (Fenster + Dämmung erneuert): Luft-Wasser ist meist die wirtschaftlichste Lösung, JAZ 3,2–3,8 realistisch.
  • Unsanierter Altbau: Hybrid-Wärmepumpe oder Hochtemperatur-Wärmepumpe (bis 70 °C Vorlauf), siehe unseren Artikel Wärmepumpe im Altbau.
  • Mehrfamilienhaus: Zentrale Luft-Wasser oder Erdwärme mit Pufferspeicher; pro Wohneinheit getrennter Förderantrag möglich.

Wer eine Photovoltaikanlage betreibt oder plant, sollte Wärmepumpe und PV-Anlage zwingend zusammen denken, mit einem Eigenverbrauchsanteil von 30–60 % sinken die Heizkosten nochmals deutlich. Mehr dazu im Ratgeber PV + Wärmepumpe kombinieren.

4. Kosten und Amortisation: Was Sie wirklich wissen müssen +

Die Gesamtinvestition für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe in einem typischen Einfamilienhaus (140 m²) liegt 2026 bei 22.000–30.000 € brutto inklusive Installation, Pufferspeicher, hydraulischem Abgleich und Inbetriebnahme. Nach Abzug von 50–70 % Förderung verbleiben effektive Kosten von etwa 8.000–14.000 €, vergleichbar mit einer modernen Brennwert-Gasheizung ohne Förderung.

Bei einem Gaspreis von 11,9 ct/kWh (BDEW 2026) und einem Wärmepumpentarif von 24 ct/kWh spart eine Wärmepumpe mit JAZ 3,4 in einem Haus mit 18.000 kWh Gasverbrauch etwa 1.000 € Heizkosten pro Jahr. Ob sie sich in 5 oder in 13 Jahren bezahlt macht, entscheidet fast allein der Einkommensbonus: 80 % Förderung bedeuten 5.000 € Eigenanteil, 46 % dagegen 13.500 €. Detaillierte Rechenbeispiele finden Sie unter Wärmepumpe Amortisation 2026 sowie im Kostenvergleich Wärmepumpe vs. Gasheizung.

5. Die häufigsten Planungsfehler, und wie Sie sie vermeiden +

Viele Wärmepumpen unterschreiten ihre theoretische Effizienz, weil bei Planung oder Installation grundlegende Punkte übersehen werden. Die fünf häufigsten Fehler, die wir in der Beratungspraxis sehen:

  1. Falsche Dimensionierung: Eine zu groß ausgelegte Wärmepumpe taktet ständig (kurze Ein-/Ausschaltzyklen), verschleißt schneller und hat eine schlechtere JAZ. Lassen Sie eine ordentliche Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 durchführen, Faustformeln reichen nicht.
  2. Hoher Vorlauf trotz Sanierung: Eine Wärmepumpe arbeitet bei 35 °C Vorlauf doppelt so effizient wie bei 55 °C. Wer Heizkörper im Altbau nicht austauscht oder den hydraulischen Abgleich überspringt, verschenkt 20–30 % Effizienz.
  3. Kein Wärmepumpenstromtarif: Spezielle Wärmepumpentarife kosten 6–10 Cent/kWh weniger als der Haushaltsstrom. Ein separater Stromzähler ist Voraussetzung, wer das vergisst, zahlt jahrelang den vollen Preis.
  4. Kein PV-Eigenverbrauchskonzept: Wer eine bestehende oder geplante Photovoltaikanlage nicht mit der Wärmepumpe verknüpft (SG-Ready-Schnittstelle, Energiemanager), verschenkt jährlich 200–500 € Eigenverbrauchspotenzial.
  5. Förderantrag zu spät: Der KfW-Antrag muss vor Vertragsunterzeichnung mit dem Installateur gestellt werden, wer den Auftrag „in Vorleistung" vergibt, verliert den Anspruch auf bis zu 22.400 € Zuschuss komplett.

Eine ausführliche Checkliste zur Planung im Neubau finden Sie unter Heizungsplanung Neubau 2026; speziell für die Altbau-Sanierung empfehlen wir Wärmepumpe im Altbau.

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Datengrundlage: Womit dieser Rechner rechnet

Ein Rechner ist nur so gut wie seine Annahmen. Deshalb steht hier offen, welche Werte hinterlegt sind und woher sie stammen. Eigene Messdaten gibt es nicht. Alle Vorgaben stützen sich auf veröffentlichte Quellen, Stand: Oktober 2026. Sie können jeden Wert im Rechner durch Ihren eigenen ersetzen.

AnnahmeWertQuelle
Jahresarbeitszahl Luft/Wasser3,4 (Spanne 2,6 bis 4,9)Fraunhofer ISE 2025
Jahresarbeitszahl Erdwärme4,1 (Spanne 3,3 bis 4,7)Fraunhofer ISE, WPsmart im Bestand
Haushaltsstrom37,0 ct/kWhBDEW Strompreisanalyse
Wärmepumpenstrom (Neukunden)Ø 20,7 ct/kWh (Verivox); Ø 24 ct/kWh plus rund 140 € Grundgebühr pro Jahr, Spanne 20 bis 29 ct (VZ NRW)Verivox, VZ NRW Marktcheck
Erdgas (Einfamilienhaus)11,93 ct/kWhBDEW Gaspreisanalyse
Heizölca. 170 € je 100 l, rund 17 ct/kWh (14.10.2026)esyoil
CO₂-FaktorenStrommix 2025 ca. 344 g/kWh (vorläufig), Gas ca. 201 g, Heizöl ca. 267 gUmweltbundesamt
FörderungKfW 458, Regeln seit 21.07.2026KfW

KfW 458 in Kürze

  • Grundförderung 30 %. Dazu kommt der Klimageschwindigkeitsbonus von 16 % für Selbstnutzer, die eine funktionierende Öl-, Kohle-, Gasetagen- oder Nachtspeicherheizung oder eine mindestens 20 Jahre alte Gas- oder Biomasseheizung ersetzen. Er sinkt am 01.02.2027 um 4 Punkte und danach alle sechs Monate; für Anträge ab 01.08.2028 entfällt er.
  • Einkommensbonus: 40 % bei bis zu 30.000 € zu versteuerndem Haushaltseinkommen, 30 % bis 40.000 €, 10 % bis 50.000 €. Mit minderjährigem Kind im Haushalt steigt jede Grenze um 10.000 €.
  • Deckel: höchstens 70 % der förderfähigen Kosten, 80 % nur mit dem 40-%-Einkommensbonus. Förderfähig sind bis zu 28.000 € für die erste Wohneinheit (sinkt am 01.02.2027 und danach halbjährlich um 750 €), 15.000 € für Einheit 2 bis 6 und 8.000 € für jede weitere. Der Effizienzbonus ist abgeschafft.
  • Herkunft der Pumpe: Ab dem 1. Quartal 2027 sinkt die Grundförderung für Pumpen, die außerhalb der EU gefertigt wurden, auf 15 %. In der EU gefertigte Geräte behalten 30 % über einen Wertschöpfungsbonus von 15 %. Quelle: KfW, Anpassungen 2026.

Modellrechnung (kein realer Haushalt)

Annahmen: Haus mit 150 m², 18.000 kWh Gas pro Jahr zu 11,9 ct/kWh, Kesselwirkungsgrad 90 %, Luft/Wasser-Wärmepumpe mit JAZ 3,4, Wärmepumpentarif 24 ct/kWh, Installation 25.000 €. Preise und Wirkungsgrad laut Tabelle oben.

  • Wärmebedarf: 18.000 kWh × 0,9 = 16.200 kWh
  • Stromverbrauch der Pumpe: 16.200 kWh ÷ 3,4 = ca. 4.765 kWh, das sind ca. 1.144 € pro Jahr
  • Gaskosten bisher: 18.000 kWh × 0,119 € = 2.142 € pro Jahr
  • Ersparnis: rund 1.000 € pro Jahr

Ohne Einkommensbonus: 46 %

30 % Grundförderung plus 16 % Klimageschwindigkeitsbonus. Zuschuss 11.500 €, Eigenanteil 13.500 €. Amortisation nach ca. 13,5 Jahren.

Mit 40-%-Einkommensbonus: 80 %

Gedeckelt bei 80 %. Zuschuss 20.000 €, Eigenanteil 5.000 €. Amortisation nach ca. 5 Jahren.

Fazit: Der Einkommensbonus entscheidet, ob sich die Pumpe in 5 oder in 13 Jahren rechnet. Prüfen Sie deshalb zuerst Ihr zu versteuerndes Haushaltseinkommen. Nicht enthalten sind Wartung und die Grundgebühr des Wärmepumpentarifs. Mit 140 € Grundgebühr im Jahr (VZ NRW) sinkt die Ersparnis auf rund 860 € und die Amortisation verlängert sich auf etwa 15,7 bzw. 5,8 Jahre.

20-Jahres-Vergleich zur Modellrechnung

Annahme: Gas- und Strompreis steigen beide um 3 % pro Jahr. Das ist eine Annahme, keine Prognose. Ohne Diskontierung, Wartung und Grundgebühr.

  • Gas über 20 Jahre: ca. 57.600 €
  • Wärmepumpenstrom über 20 Jahre: ca. 30.700 €
  • Betriebskostenersparnis: ca. 26.800 €
  • Abzüglich Eigenanteil: bei 46 % Förderung ca. +13.300 €, bei 80 % ca. +21.800 €

Quellen: Preise und JAZ siehe Tabelle oben, Förderung KfW 458.

Die 5 häufigsten Fehler bei der Dimensionierung

  1. Pauschal nach Wohnfläche auslegen. Die Heizlast hängt von Dämmstand, Fenstern und Lüftung ab, nicht von den Quadratmetern allein. Ein ungedämmtes Haus mit 150 m² kann deutlich mehr Leistung brauchen als ein saniertes. Verlangen Sie eine raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831.
  2. Die alte Kesselleistung übernehmen. Alte Kessel sind oft stark überdimensioniert. Wer 20 kW übernimmt, obwohl 12 bis 15 kW reichen, bekommt eine Pumpe, die ständig taktet und mehr Strom verbraucht.
  3. Die Vorlauftemperatur ignorieren. Jedes Grad weniger verbessert die JAZ. Prüfen Sie, mit welcher Vorlauftemperatur Ihr Haus an kalten Tagen auskommt, und tauschen Sie nur die Heizkörper, bei denen es nötig ist.
  4. Den Hydraulischen Abgleich weglassen. Ohne ihn laufen manche Räume zu warm, andere bleiben kalt, und die Pumpe arbeitet mit unnötig hoher Temperatur.
  5. Den falschen Stromtarif wählen. Ein separater Wärmepumpenzähler lohnt sich nach Finanztip erst ab etwa 4.500 kWh Jahresverbrauch, weil der zweite Zähler 108 bis 196 € pro Jahr kostet. Neukundentarife liegen im Schnitt bei 20,7 ct/kWh (Verivox), im VZ-NRW-Marktcheck bei 24 ct plus Grundgebühr (VZ NRW). Rechnen Sie beide Varianten mit Ihrem Verbrauch durch. Quelle zum Zähler: Finanztip.

Die Streuung der Praxiswerte ist groß: Im Fraunhofer-Feldtest lagen die JAZ der 77 Anlagen zwischen 2,6 und 5,4. Eine gute Planung ist der größte Hebel.

Landesförderung 2026: Was Ihr Bundesland wirklich zahlt

Stand: Oktober 2026. Kein Bundesland zahlt derzeit einen allgemeinen Zuschuss für eine normale Wärmepumpe im Einfamilienhaus. Das Geld kommt von der KfW und oft von Stadt oder Stadtwerken. Fragen Sie dort zuerst nach, denn viele Kommunen stocken auf. Die Übersicht kann sich ändern; prüfen Sie vor dem Antrag die Seite des Programmgebers.

🔵 Bayern

  • Kein Landeszuschuss. Das 10.000-Häuser-Programm endete im April 2022.
  • Das LfU-Geothermieprogramm zahlt bis zu 4.500 €, aber nur für erdgekoppelte Pumpen.
  • Die Stadt München ergänzt 15 % im Programm „Klimaneutrale Gebäude“, schließt dort aber den KfW-Klima- und Einkommensbonus aus.
  • BayernLabo bietet zinsgünstige Kredite.

Stand: Oktober 2026. Quellen: amtsguide.de, reduco.ai

🔴 Berlin

  • HeiztauschPLUS endete 2021, „Effiziente GebäudePLUS“ nimmt seit Dezember 2023 keine neuen Anträge an.
  • Die IBB vergibt „Wohnraum modernisieren“, ein zinsgünstiges Darlehen bis 100.000 € je Wohneinheit, kombinierbar mit der KfW.
  • Das IBB-Programm „CO2-sparende Gebäude“ (seit Juli 2026) richtet sich nur an Vermieter mit mindestens 3 Einheiten.

Stand: Oktober 2026. Quellen: amtsguide.de, eco-on.de

🟢 Nordrhein-Westfalen

  • Kein Landeszuschuss für Wärmepumpen im Einfamilienhaus.
  • progres.nrw fördert nur Erdwärmebohrungen in Gebäuden mit mindestens 3 Einheiten: 30 € je Meter, höchstens 15.000 €.

Stand: Oktober 2026. Quelle: Förder-Navi NRW

🟡 Baden-Württemberg

  • Klimaschutz-Plus ist für Privateigentümer seit 15.07.2025 geschlossen.
  • Die L-Bank bietet das „Kombi-Darlehen Wohnen mit Klimaprämie“ von 5.000 bis 200.000 €, kombinierbar mit der KfW.

Stand: Oktober 2026. Quelle: kfwrechner.de

Hessen: Es gibt kein Landesprogramm für Zuschüsse, die WIBank vergibt zinsgünstige Darlehen (Stand: Oktober 2026, Quelle: kfwrechner.de).

Alternative: Steuerbonus nach § 35c EStG

Statt des KfW-Zuschusses können Sie 20 % der Kosten über drei Jahre von der Steuer abziehen, höchstens 40.000 €. Für dieselbe Maßnahme lässt sich das nicht mit der KfW-Förderung kombinieren. Bei hoher Förderquote ist der Zuschuss meist günstiger; mit Steuerberater gegenrechnen lohnt sich nur bei hoher Steuerlast.

Wärmepumpe in der Eigentümergemeinschaft (WEG)

  • Sondereigentum: Eine Wärmepumpe in Ihrer eigenen Wohnung können Sie über die KfW-Förderung 458 beantragen.
  • Gemeinschaftseigentum: Für eine zentrale Heizung des Hauses stellt die WEG den Antrag über das gesonderte KfW-Produkt für Wohnungseigentümergemeinschaften. Die aktuellen Bedingungen finden Sie auf kfw.de.
  • Beschluss: Der Einbau in das Gemeinschaftseigentum ist eine bauliche Veränderung nach § 20 WEG. Seit der WEG-Reform 2020 genügt dafür die einfache Mehrheit.
  • Kosten: Die Verteilung richtet sich nach § 21 WEG.

Stand: Oktober 2026. Lassen Sie den Beschluss und den Förderantrag vor Auftragsvergabe prüfen.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Förderung 2026?

2026 bietet KfW (ehemals BEG EM) bis zu 80 % Förderung (30 % Grundförderung + 16 % Klimageschwindigkeitsbonus beim Austausch alter Öl-/Gasheizungen + 10 bis 40 % Einkommensbonus; Deckel 70 %, mit dem höchsten Einkommensbonus 80 %). Max. förderfähige Kosten: €28.000 pro Wohneinheit → max. €22.400 Zuschuss. BAFA übernimmt keine Heizungsförderung mehr (nur Gebäudehülle).

Wann amortisiert sich die Wärmepumpe?

Modellrechnung (Gas 11,9 ct/kWh, Wärmepumpentarif 24 ct/kWh, JAZ 3,4, 25.000 € Investition): ohne Einkommensbonus (46 % Förderung) rund 13 Jahre, mit dem höchsten Einkommensbonus (80 %) rund 5 Jahre. Rechnen Sie oben mit Ihren eigenen Werten.

Kann ich die Förderung rückwirkend beantragen?

Nein. Der Antrag muss grundsätzlich VOR Beginn der Maßnahme gestellt werden. Prüfen Sie die aktuellen Fristen auf den offiziellen Portalen.

Weiterführende Artikel

Lesen Sie mehr zu den Themen Amortisation, Kosten und Förderung:

→ Wärmepumpe Amortisation 2026: So schnell rechnet sich Ihre Wärmepumpe

→ Wärmepumpe Kosten 2026: Aktuelle Preise & Kostenrechnung

→ KfW-Förderung 2026: bis zu 80 % Zuschuss für Wärmepumpen

→ Wärmepumpe vs. Gasheizung 2026: Kostenvergleich

→ Balkonkraftwerk Wirtschaftlichkeit 2026